Eine Zeichnung mit vier Mädchen unterschiedlicher Haut- und Haarfarben, eine trägt ein Kopftuch. Im Eck steht der Text: „Wertvoll. Mädchen im Blickpunkt“

WERTVOLL – Mädchen im Blickpunkt

In allen Gesellschaften stellt die Jugend eine herausfordernde Entwicklungsphase dar, die mit Suchprozessen und einer Fülle von Bewältigungsaufgaben einhergeht. Die Gesellschaft erfordert aufgrund ihrer pluralistischen Struktur Mehrfach-Identitäten. Die Ausbildung dieser Identitäten ist mit zahlreichen Ambivalenzen verbunden, die gerade in der Jugendphase eine Überforderung darstellen können. Ganzheitlich betrachtet sind die Gefühle von Zugehörigkeit und Ausgrenzung multifaktoriell zu sehen. Die Fragen nach dem „Wer bin ich?“ (Identität) und „Was ist mir wichtig?“ (Werte) sind gerade im Jugendalter von besonderer Bedeutung.

Identität finden – Entwicklung fördern – Selbstbestimmung stärken

Um Mädchen und junge Frauen (mit und ohne Migrationshintergrund) in ihrer Identitätsbildung und bei der Suche nach Lösungswegen im Konflikt zwischen Kulturen, familiären Hintergründen, Generationen und Gesellschaften zu unterstützen, sind Angebote der Mädchenarbeit nötig. Das Projekt WERTVOLL lässt Mädchen Raum, sich auch als Subjekte dieses Prozesses zu fühlen und ihn aktiv mitzugestalten. Vision im Projekt WERTVOLL ist es, Mädchen als aktive Gestalterinnen ihrer eigenen Entwicklung ernst zu nehmen, zu fördern und zu stärken. Sie werden außerdem befähigt, ihre Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, sich in der heute herrschenden Vielfalt von Weiblichkeitsbildern zurechtzufinden und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Workshops, Veranstaltungen, Kurse

Im Projekt WERTVOLL werden Workshops in verschiedenen Mädchen- und Bildungseinrichtungen umgesetzt. Die Themen sind unter anderem: Rollen- und Körperbilder und Schönheitsideale, Sexualität, Verhütungsmittel, psychische Gesundheit, Identität, Kultur und Religion, Gewalt, Drogen, Sucht, Medienkompetenz, Selbstbehauptung, Selbstwerttraining.

Zudem werden 10 Kleinprojekte (unter anderem Gesundheitsförderungsaktivitäten wie Schwimmunterricht oder Radfahrkurse) von den Mädchen umgesetzt. Eine Projekt-Website wird außerdem realisiert. Mädchenspezifische Themen werden dabei zielgruppengerecht aufbereitet. Ergänzend dazu gibt es Informationen für Eltern, MultiplikatorInnen und Burschen.

Außerdem werden Fort- und Weiterbildung für MultiplikatorInnen angeboten.

Das Projekt wird von der Wiener Gesundheitsförderung gefördert, co-finanziert vom Wiener Krankenanstaltenverbund. Der Förderzeitraum ist von März 2018 bis Oktober 2020.

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Frauengesundheitszentrum FEM Süd

Kontakt:
Mag.a Eva Trettler

01 60 191 5201

E-Mail: eva.trettler@extern.wienkav.at

Kooperationspartner:

MA 13, Männergesundheitszentrum MEN

Website: www.dubistwertvoll.at

Weiterführende Informationen

Das Projekt unterstützt folgendes Gesundheitsziel:

Ziel 1: Von Anfang an gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche erhöhen

Ziel 5: Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung stärken

Ziel 7: Psychosoziale Gesundheit der Wiener Bevölkerung stärken