Eine Gruppe Mädchen präsentiert anderen Jugendlichen bei der Jugendgesundheitskonferenz in Penzing einen Tanz

Rollout Jugendgesundheitskonferenzen

Mädchen und Burschen setzen sich bei Konferenzen in den Wiener Bezirken altersgerecht und partizipatorisch mit Gesundheitsthemen auseinander und erhöhen dadurch ihr Wissen und Handlungsrepertoire.

Problemstellung und Ausgangslage

Die Anzahl Jugendlicher steigt in Wien kontinuierlich an. 33 Prozent der 0- bis 19-Jährigen gelten in Wien nach EU-SILC 2012 als armutsgefährdet. Bundesweit sind es sogar 15 Prozent. 50 bis 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren haben Migrationshintergrund. Armut und Migrationshintergrund bedingen häufig gesundheitliche Ungleichheit.

Die Daten zur Jugendgesundheit der letzten HBSC-Studie belegen zudem dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich des subjektiven Gesundheitszustands, der gestiegenen Beschwerdenrate bei Mädchen und dem niedrigen Einstiegsalter bei Alkohol und Tabak.

Um die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen zu stärken, setzt die Wiener Gesundheitsförderung (WiG) „Jugendgesundheitskonferenzen“ in Wiener Bezirken um.

Ziele der Maßnahme

  • Gesundheitskompetenz sozioökonomisch benachteiligter Jugendlicher stärken und sie für den Zusammenhang zwischen eigenem Wohlbefinden und eigener Lebenswelt sensibilisieren
  • Wissenszuwachs bei den MultiplikatorInnen und politischen Verantwortlichen (z. B. Jugendbeauftragten) hinsichtlich
    • Gesundheitsbedeutung und
    • Bedürfnissen von Jugendlichen
  • Struktur für beteiligte Akteurinnen und Akteure zur Vernetzung und für Austausch nach Projektende

Inhalt, Herangehensweise und Methode

  • Erstellen eines umfassenden Unterstützungsangebots für Jugendeinrichtungen und Schulen, die an den Jugendgesundheitskonferenzen teilnehmen
  • Kontaktaufnahme mit Jugendeinrichtungen und Schulen; Übermitteln von Informationen zum Projekt
  • Partizipatives Umsetzen von ein bis drei Workshops mit Jugendlichen in den beteiligten Einrichtungen
  • Präsentation der Ergebnisse auf der Veranstaltung „Jugendgesundheitskonferenz“
  • Begleiten der Einrichtungen beim Umsetzen von weiterführenden Gesundheitsförderungs-Initiativen

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Wiener Gesundheitsförderung (WiG)

Kontakt:
Katrin Friesenbichler, BA, MA
E-Mail: katrin.friesenbichler@wig.or.at
Telefon: 01 4000 76948

Weiterführende Informationen

Ziel 1: Von Anfang an gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche erhöhen
Ziel 5: Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung stärken
Ziel 7: Psychosoziale Gesundheit der Wiener Bevölkerung stärken