Ältere Menschen sitzen zusammen

Gesund älter werden in Wien

Ältere Menschen mit niedrigem sozioökonomischen Status sind häufiger krank. Das Projekt „Gesund älter werden in Wien“ soll die gesundheitliche Chancengerechtigkeit erhöhen.

Problemstellung und Ausgangslage

Ungünstige sozioökonomische Faktoren wie Bildung, Beruf und Einkommen haben einen nachweisbaren, negativen Einfluss auf die Gesundheit. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status wesentlich häufiger von altersbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen – physisch, psychisch, kognitiv und funktional – betroffen sind, als Personen mit höherer Bildung und höherem Einkommen. Sie haben auch ein höheres Risiko, pflegebedürftig oder gebrechlich („frail“) zu werden.

„Gesund älter werden in Wien“ soll einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit im Alter leisten. Das Projekt der Wiener Gesundheitsförderung (WiG) wird in neun Wiener Bezirken umgesetzt (3, 4, 7, 9, 11, 12, 14, 17, 23).

Ziele der Maßnahme

  • Erreichen von SeniorInnen, bei denen der Bedarf an Gesundheitsförderung am größten ist (u. a. sozioökonomisch Benachteiligte, Einsame, Zugewanderte, Menschen mit Behinderungen)
  • Partizipation der Zielgruppen bei der Maßnahmenentwicklung und –umsetzung sowie Hinführen der Zielgruppen zu bestehenden Angeboten im Umfeld
  • Bei den erreichten Personen werden Verbesserungen in Bezug auf seelische Gesundheit, soziale Teilhabe, Bewegungsverhalten, Gesundheitskompetenz und Lebensqualität angestrebt.

Inhalt, Herangehensweise und Methode

Das Projekt gliedert sich in fünf Phasen:

  1. Stadtteilerhebungen: Sozialraumanalyse – Einbinden von Seniorinnen und Senioren mittels Stadtteilbegehungen und Fokusgruppen, Strukturen und Projekte erfassen
  2. Kontaktphase: Erreichen der Zielgruppe und Beziehungsarbeit, Start von niederschwelligen Angeboten auf Bezirksebene (Grätzel-Cafés, lokale Kooperationen sichern)
  3. und 4. partizipatives Entwickeln und Umsetzen von Maßnahmen: Einbinden von rund 90 MultiplikatorInnen, Förderung von Kleininitiativen in den Bereichen: seelische Gesundheit, soziale Teilhabe, Bewegung, Gesundheitskompetenz
  4. Nachhaltigkeit sichern: Verankern auf Bezirksebene, bezirksübergreifender Austausch

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Wiener Gesundheitsförderung – WiG

Kontakt:
Mag.a Ursula Hübel
E-Mail: ursula.huebel@wig.or.at
Telefon: 01 4000 76972

Website: www.wig.or.at

Umsetzung: Arbeitsgemeinschaft aus Wiener Sozialdiensten, Wiener Hilfswerk – Nachbarschaftszentren, queraum.kultur- und sozialforschung, Universität Wien (Postgraduate Center und Institut für Soziologie)

Kooperationspartnerschaften: Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, VHS Erlaa, Verein „Mitten in Hernals“

Evaluation: FH Campus Wien

Das Projekt wird aus Mitteln des Landesgesundheitsförderungsfonds finanziert.

Das Projekt unterstützt folgendes Gesundheitsziel:

Ziel 3: Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter fördern und erhalten
Ziel 5: Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung stärken
Ziel 7: Psychosoziale Gesundheit der Wiener Bevölkerung stärken