Eine älter Frau und ein Kind beim Basteln

Generationen bewegen

Beim innovativen Gesundheitsprojekt der WiG führten Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Kindergartenkindern einmal in der Woche Bewegungseinheiten durch.

Problemstellung und Ausgangslage

Trotz einer großen Vielzahl und Vielfalt an generationsübergreifenden Projekten gibt es bisher kaum Forschungsergebnisse zu deren gesundheitlichen Wirkungen. Deshalb erprobte die Wiener Gesundheitsförderung (WiG) im Rahmen des Pilotprojekts „Generationen bewegen“ die intergenerative Arbeit als innovativen Ansatz in der Gesundheitsförderung. Einmal wöchentlich trafen sich Seniorinnen und Senioren und Kindergartenkinder zum gemeinsamen Turnen.

Ziele der Maßnahme

  • Bei den Zielgruppen haben sich gesundheitliche und soziale Faktoren verbessert.
  • SeniorInnen und Kinder werden als gleichwertige Zielgruppen gesehen und ziehen gleichermaßen Nutzen aus dem Angebot.
  • Die Bedürfnisse von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Buben werden ebenso berücksichtigt wie interkulturelle Aspekte.
  • Angehörige, Eltern, Betreuungspersonen sowie Pädagoginnen und Pädagogen werden eingebunden.
  • Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung intergenerativer Arbeit in den beteiligten Organisationen sind geschaffen.

Inhalt, Herangehensweise und Methode

Bei „Generationen bewegen“ wurden in einer Pilot-Phase (je zehn Einheiten an zwei Standorten) und einer Rollout-Phase (je 20 Einheiten an acht Standorten) intergenerative Gruppenstunden nach den Prinzipien der Psychomotorik umgesetzt. Die Stunden wurden von jeweils einer Motopädagogin und einer Motogeragogin durchgeführt – entweder in einer Einrichtung für ältere Menschen oder im Kindergarten.

Zu Projektende standen Nachhaltigkeit und Transfer im Fokus, etwa durch Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Präsentationen, Publikationen und einen Dokumentationsfilm.

Die Ergebnisse der Evaluation zeigten, dass das intergenerative Angebot das Wohlbefinden während der Einheiten förderte und intergenerative Kontakte zunahmen. Beide Effekte waren statistisch signifikant. Zudem wurde in einer umfassenden Prozessevaluation (mit 78 Teilnehmenden an Fokusgruppen und Interviews) eine positive Grundhaltung aller involvierten Kinder, Seniorinnen und Senioren, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Angebot deutlich.

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Wiener Gesundheitsförderung (WiG)

Kontakt:
Mag.a Ursula Hübel
E-Mail: ursula.huebel@wig.or.at
Telefon: 01 4000 76972

Weiterführende Informationen

Ziel 1: Von Anfang an gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche erhöhen
Ziel 3: Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter fördern und erhalten
Ziel 6: Prävention, Früherkennung und Behandlungsabläufe bei epidemiologisch relevanten Krankheiten gezielt optimieren