Fortbildung zur betrieblichen FRAUENgesundheitsförderung

Das Curriculum zur Sensibilisierung und Kompetenzerweiterung von Akteurinnen und Akteuren der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) wurde 2018 in einer Pilotphase gestartet. Ab 2019 wird die Fortbildung in Wien und Salzburg angeboten.

Frauen und Männer sind in der Arbeitswelt unterschiedlichen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Die Geschlechter sind in den Wirtschaftsbranchen, aber auch in den Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens, ungleich verteilt. Zudem gibt es geschlechterspezifische arbeitsunabhängige gesundheitliche Ressourcen und Belastungen. Unbezahlte Betreuungs- und Familienarbeit wird immer noch zum Großteil von Frauen geleistet. Es liegt nahe, diese Ungleichverteilungen bei Aktivitäten der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu berücksichtigen und gezielt anzusprechen. Dies ist jedoch in der Praxis noch wenig der Fall.

Modulares Fortbildungsprogramm auf Basis von ExpertInnen-Wissen

Das Wiener Programm für Frauengesundheit und Gesundheitsziele beauftragte 2017 die Entwicklung eines modularen Fortbildungsprogramms, das genau diese Lücke schließt. Ziel ist, die Gesundheit von Frauen in der Arbeitswelt zu stärken.

Das Projekt entstand aus dem Wiener Gesundheitsziele-Prozess. Gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum FEM Süd und der BGF-Expertin Birgit Pichler wurden Interviews mit Expertinnen und Experten über die aktuelle Lage der BGF-Ausbildungen und –Beratungen in Wien durchgeführt.

Auf den Erkenntnissen aufbauend wurde ein Curriculum entwickelt, das gezielt betriebsinterne und externe BGF-Akteurinnen und -Akteure anspricht. Zielgruppe des Curriculums sind Menschen mit Führungs- oder Personalverantwortung, Akteurinnen und Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie der Personal- und Organisationsentwicklung, Beraterinnen und Berater oder Coaches.

Inhalte des Curriculums

  • Zusammenhang von Geschlecht, Arbeit und Frauengesundheit
  • Verzahnung von Frauengesundheit mit dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und betrieblichem Gesundheitsmanagement
  • Praxisnahe Vermittlung von Ansätzen, Zugängen, Instrumenten und Methoden geschlechtersensibler betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) bzw. Gesundheitsmanagement.
  • Handlungsleitfäden und Checklisten
  • Sammlung von Argumenten, um die Umsetzung solcher Maßnahmen zu bewerben
  • Prozessorientiertes Arbeiten an den Fragestellungen und Fallbeispielen der Teilnehmenden

Ab 2019 im Programm des Bildungsnetzwerks

2018 findet eine Pilotphase mit drei großen Wiener Betrieben mit hohem Frauenanteil statt: Fonds Soziales Wien, Simacek Facility Management Group, Arbeiter Samariterbund Wien.

2019 wird die Fortbildung im Rahmen des Seminarprogramms „Bildungsnetzwerk“ des Fonds Gesundes Österreich in Wien und Salzburg angeboten werden.

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Wiener Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele in der MA24

Kontakt:
Mag.a Alexandra Münch-Beurle
E-Mail: alexandra.muench-beurle@wien.gv.at

Kooperationspartner: Birgit Pichler E.U., Frauengesundheitszentrum FEM Süd

Weiterführende Informationen

Bildungsnetzwerk-Seminarprogramm – Fonds Gesundes Österreich

Das Projekt unterstützt folgendes Gesundheitsziel:

Ziel 2: Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt stärken