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Alkohol. Leben können.

Das Projekt „Alkohol. Leben können.“ bietet Menschen mit einer Alkoholerkrankung neue Möglichkeiten der Betreuung, die individuell auf sie und ihre Situation zugeschnitten ist.

In Wien gelten zwischen 35.000 und 75.000 Personen als alkoholabhängig. Weitere 135.000 bis 175.000 Menschen weisen einen problematischen Konsum auf. Bislang erfolgten die Diagnosen meist erst nach Vorliegen sichtbarer körperlicher Auswirkungen eines übermäßigen Alkoholkonsums und nicht bereits bei einem riskanten Konsumverhalten. Qualifizierte Betreuungsangebote waren lange Zeit kaum miteinander vernetzt. Durch das Projekt „Alkohol. Leben können.“ soll die Versorgung von Menschen mit Alkoholerkrankungen optimiert werden, Alkoholkranken soll ein zufriedeneres und gesünderes Leben ermöglicht werden.

Ziele des Projekts

  • Menschen mit einer Alkoholsuchtproblematik sollen objektiv und subjektiv gesünder und in das gesellschaftliche Leben integriert sein.
  • Durch das Gesamtkonzept der Betreuung inklusive Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit einer Alkoholerkrankung werden die beteiligten Einrichtungen miteinander vernetzt.
  • Die ambulanten, stationären, rehabilitativen und integrationsfördernden Angebote werden aufeinander abgestimmt.
  • Durch ein enges Zusammenspiel der Angebote des Gesundheits- und Sozialsystems sollen Patientinnen und Patienten nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ am Best Point of Service betreut werden.

Hilfe bei Problemen mit Alkohol im regionalen Kompetenzzentrum

In einer zentralen Anlaufstelle (regionales Kompetenzzentrum) erhalten Patientinnen und Patienten durch eine umfassende, multiprofessionelle Abklärung einen individuellen personalisierten Maßnahmenplan. Sie werden an die am besten geeignete Einrichtung zur Betreuung inklusive Behandlung und Rehabilitation im Bereich der Suchtkrankenhilfe weitervermittelt.

Medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation

Die Maßnahmenpläne decken den kompletten Betreuungsbedarf der Patientinnen und Patienten sowohl im Hinblick auf die akute Krankenversorgung, als auch auf die medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation ab. Die Angebote sind für die Betroffenen kostenlos. Durch den Spitalsverbindungsdienst CONTACT werden Patientinnen und Patienten des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), die keiner Versorgung in einem vollausgestatteten Krankenhaus bedürfen, in das Projekt weitervermittelt. Dadurch können die Abteilungen der Krankenanstalten des KAV entlastet werden.

Informationen für Betroffene

www.alkohol.at – Alkohol. Leben können.

(750 KB PDF)

Projekt-Info

Koordinierende Organisation: Sucht- und Drogenkoordination Wien (SDW)

Kontakt:
Lenea Reuvers, MA (SDW)
E-Mail: lenea.reuvers@sd-wien.at

Kooperationspartner: Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Sucht- und Drogenkoordination Wien

Weiterführende Informationen

Ziel 4: Integrierte Versorgung etablieren
Ziel 5: Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung stärken
Ziel 6: Prävention, Früherkennung und Behandlungsabläufe bei epidemiologisch relevanten Krankheiten gezielt optimieren
Ziel 7: Psychosoziale Gesundheit der Wiener Bevölkerung stärken